Kommen wir zu den Formaten und Unterschieden.
Derzeit am häufigsten angefragt werden kundenspezifische Exceldateien.
Die sind eine wahre Pest, denn jeder kann sich so seinen eigenen „Standard“ basteln, ohne Rücksicht darum, ob es in irgendeiner Art und Weise so wirklich sinnvoll ist und welche Arbeit er seinem Handelspartner damit aufbürdet.
Der Hersteller stellt fest, welcher, teilweise recht hohe, Aufwand mit der Bereitstellung verbunden ist und entscheidet nach der Umsatzerwartung, ob er die Daten liefert oder nicht.
Der Fehlen eines einheitlichen Standards trägt zur Zersplitterung bei und führt zu einer Prioritätensetzung, die kleinere Abnehmer oft von Datenlieferungen abschneidet.
Die „Standards“ unterscheiden sich nach Branchen und Ländern.
Während im deutschsprachigem Raum, aber nicht nur dort, der BMEcat in seinen zig Varianten fröhliche Urstände feiert, ist in Frankreich damit kein Blumentopf zu gewinnen, dort möchte man lieber die französische Eigenkreation FAB-DIS bekommen und in den Niederlanden möchte man lieber etmXchange, als den altehrwürdigen(?) BMEcat.
Noch älter, aber trotzdem nicht weniger beliebt scheint noch Datanorm 5 zu sein, wobei noch mehr auf DataNorm 4 setzen, dessen Wurzeln in den 80er des letzten Jahrhunderts liegen, also aus IT Sicht in der Bronzezeit.
Das Problem sind die Datenkonsumenten, die ihre Datenmodelle und IT Systeme nicht wirklich in die Neuzeit gebracht und an neue Anforderungen anpassten.
Wer heute noch mit jahrzehntealten Formaten und Klassifikationen seine Daten verarbeitet, ist noch lange nicht im Jetzt angekommen.
Dann wird es wirklich Zeit, etwas zu ändern.